Bei der gemeinsamen Kooperationsveranstaltung „SAP-Zertifizierung – und dann?“ brachten die Veranstalter erp4students, SIR consulting und full.stop consulting Studierende und Wirtschaft zusammen und schulten darüber hinaus jene sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden, die für den Berufsalltag eines SAP Consultants notwendig sind, in einem Workshop.

Informationen zu SAP-Zertifizierungen sammeln, sich mit gestandenen IT-Consultants vernetzen und spielerisch die sozialen Kompetenzen verbessern? Genau dies erlebten die Teilnehmenden der Veranstaltung „SAP-Zertifiizerung – und dann?“, die am 15. September 2017 von erp4students, SIR consulting und full.stop consulting organisiert und durchgeführt wurde. Schauplatz war das Triple Z in Essen-Katernberg. Dort wurde Studierenden und zukünftigen Young Professionals die Chance geboten, sich über SAP-Zertifizierungen und den Alltag eines IT-Consultants zu informieren. Der Consultant-Alltag erfordert ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen; aus diesem Grund durchliefen die Teilnehmenden einen typischen Kommunikationsworkshop, wie er auch bei SIR consulting mit Angestellten durchgeführt wird. Gehalten wurden die Vorträge und der Workshop von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller beteiligten Unternehmen und Projekte.

Den Anfang machte Daniel Schnaithmann, der bei erp4students im Bereich PR und Marketing tätig ist und das E-Learning-Programm vorstellte. Das bereits seit 2006 erfolgreich laufende Programm der Universität Duisburg-Essen bietet in Kooperation mit SAP University Alliances Studierenden die Möglichkeit, sich bereits während des Studiums intensiv mit der Thematik „Enterprise Resource Planning“ mit SAP-Lösungen auseinanderzusetzen und entsprechende Theorie- und Praxis-Komptenzen aufzubauen. Daniel Schnaithmann sensibilisierte die Teilnehmenden für die Vorteile, die SAP-Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt haben können. Anschließend an den gut dreiviertelstündigen Vortrag gab es eine Fragerunde, bei der reges Interesse an den angebotenen Kursen, den verschiedenen Berufseinstiegsmöglichkeiten und den angesprochenen SAP-Bereichen gezeigt wurde.

Rainer Wollmann, Geschäftsführer bei SIR consulting, schloss nahtlos an dieser Stelle an. SIR consulting ist ein hochspezialisiertes Beratungshaus an der Schnittstelle zwischen Konzernrechnungslegung, Unternehmensplanung sowie deren Umsetzung in entsprechende Softwarelösungen. SIR consulting berät Großkonzerne sowie mittelständische Unternehmen. Wie der Alltag eines SAP Consultants mit Schwerpunkt im Bereich Konzernrechnungslegung und Unternehmenssteuerung aussieht, präsentierte Rainer Wollmann anhand von praktischen Projektbespielen. So konnten alle Anwesenden sehen, wie die theoretisch erlernten SAP Kenntnisse in der Praxis in Unternehmen angewendet werden. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die dynamische, wertschätzende Unternehmenskultur sowie das On-Boardingprogramm für Absolventinnen und Absolventen bei SIR consulting. Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse und stellten unterschiedlichste Fragen zum On-Boarding Prozess, zum Kundenkontakt, dazu wie wichtig Deutschkenntnisse sind und zu Bewerbungsfristen. Herr Wollmann hob die Wichtigkeit hervor, dass die Consultants vor Ort mit den Kunden reden und komplexe Inhalte vermitteln können. Deshalb bietet SIR consulting seinen Angestellten, abgestimmt auf deren Bedürfnisse, regelmäßige Schulungen an. Rainer Wollmann: “Wir schaffen die optimalen Rahmenbedingungen für Lernen und persönliche Weiterentwicklung“. Eine der Teilnehmerinnen fragte: „Wie wichtig ist ein SAP Zertifikat, wenn ich mich bei SIR als Absolvent bewerben möchte?“ Rainer Wollmann antwortete: „Ein SAP Zertifikat ist ein toller Pluspunkt, aber kein muss, da wir auch intern technisch wie fachlich ausbilden; dennoch erleichtert es für beide Seiten den Einstieg. Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die Module wie ERP, BW oder ABAP bei erp4students online studieren und sich 180 Stunden mit der Materie auseinandersetzen, haben ganz andere Ausgangsbedingung, und das wird von SIR consulting sehr positiv bewertet.“ Ein anderer Teilnehmer wollte gerne wissen, wie die Aufstiegsmöglichkeiten bei SIR consulting aussehen. Rainer Wollmann erläuterte die Karrierestufen bei SIR und die jeweiligen Kriterien, die damit verbunden sind und sagte, dass Hochschulabsolventinnen und -absolventen als Junior Consultant eingestuft werden.“ Es kam auch die Frage auf, ob man sich jederzeit bewerben oder nur zu bestimmten Phasen bewerben könne. Herr Wollmann erklärte, dass man sich jederzeit bewerben kann und, so sollte man genommen werden, ein individuell angepasstes On-Boarding Programm durchläuft. Auch die Frage nach dem klassischen Bewerberprofil wurde gestellt. “Die klassische Bewerbung stammt von einer Person, die entweder BWL mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Controlling, Wirtschaftsinformatik oder Informatik studiert hat. Wichtig ist, dass ein Interesse daran besteht, an der Schnittstelle zwischen Rechnungswesen/Controlling und IT zu agieren; da sind natürlich auch Quereinsteiger willkommen“. Nicolas Schepp, Junior Consultant von SIR consulting , untermauerte mit eigenen Erfahrungen die theoretischen sowie praktischen Beispiele aus seinem Arbeitsalltag und stand den Teilnehmenden ebenfalls für Rückfragen zur Verfügung.

In der Mittagspause wurde der Netzwerkgedanke in den Mittelpunkt gerückt. Hier kamen alle Anwesenden bei Snacks und Getränken näher ins Gespräch und tauschten sich z. B. über das Studium, den Berufsweg oder -alltag aus.

Amina Wollmann, Business Coach und Geschäftsführerin von full.stop consulting, führte nach der Mittagspause den Kommunikationsworkshop durch. full.stop consulting bietet auf Führungsebene unter anderem Coaching und Trainings in den Bereichen HR Management, Leadership und Unternehmenskommunikation an. Business Coach Amina Wollmann machte die Teilnehmenden spielerisch auf eine wichtige Komponente im Beratungsberuf aufmerksam: die Sozialkompetenz. Nach einer kurzen Selbstanalyse der Persönlichkeit auf Grundlage des DISG-Modells konnten die Teilnehmenden in einem Gruppenspiel schließlich selbst aktiv werden. Kern des Spiels war es, miteinander zu kommunizieren, ohne Worte zu benutzen, und dadurch ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Das Spiel offenbarte die oftmals unbewussten Stärken und Schwächen der Teilnehmenden. Im anschließenden Austausch mit Amina Wollmann wurden diese Punkte diskutiert und es wurde dargelegt, wie wichtig es ist, sich in einem Unternehmen mit gewissen charakterlichen Eigenschaften zu positionieren, um ein Team bilden zu können. Die Teilnahme an diesem Workshop wurde entsprechend zertifiziert. Schließlich wurden am Ende des Veranstaltungstages aber auch Visitenkarten sowie E-Mail-Adressen für Bewerbungsunterlagen ausgetauscht, um allen Beteiligten einen Mehrwert über den Veranstaltungstag hinaus zu schaffen.

Insgesamt blickten alle Beteiligten positiv auf den gelungenen und Informativen Tag zurück. „Ich habe bei erp4students Module erfolgreich absolviert und die Frage im Titel ‚was dann?‘ hat mich sofort angesprochen, um an diesem Workshop teilzunehmen“, erinnerte sich einer der Teilnehmer. Eine der Teilnehmerinnen erklärte: „Ich hatte keine konkreten Vorstellungen vom Workshop, sondern wollte wissen, welche Wege mir später mit SAP-Kenntnissen offenstehen. Der Workshop hat mir diese klar verdeutlicht“ Sowohl die Vorträge als auch der Workshop stellten eine Bereicherung für die Teilnehmenden dar, weshalb dies sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein dürfte.